Start-Ziel-Sieg für Alfred Rachner
Alfred Rachner aus Dinslaken sichert sich den Deutschen Meistertitel im Fallschirmzielspringen mit 305 Punkten. Roman Knappe aus Bräunlingen (444 Punkte) springt auf Platz zwei, Leon Riedel aus Altenburg (461 Punkte) komplettiert als Dritter das Siegerpodest.
Sieger Alfred Rachner mit dem zweitplatzierten Roman Knappe (links) und dem drittplatzierten Leon Riedel (rechts)

Damenwertung:
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Platz 1 – Saskia Visser (Niederlande)
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Platz 2 – Laura Bibbo (Deutschland)
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Platz 3 – Franziska Garthe-Kessler (Deutschland)
Die Siegerin der Damenwertung, Saskia Visser mit der zweitplatzierten Laura Bibbo (links) und der drittplatzierten Franziska Garthe-Kessler (rechts)

Jugendwertung:
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Platz 1 – Roman Knappe (Deutschland)
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Platz 2 – Lorena Ling (Deutschland)
Roman Knappe (Mitte) und Lorena Ling (links)

Wie gewohnt reisten die ersten Teilnehmer bereits frühzeitig an. Der Camperbereich füllte sich schnell und war schon bald gut belegt. Die bei den Fallschirmspringern gelebte und geschätzte Gemeinschaft und Kameradschaft war auch in diesem Jahr spürbar.
Am Mittwochabend konnte man gemeinsam noch die partielle Sonnenfinsternis beobachten – ein eindrückliches und besonderes Erlebnis.
Während Mitte der Woche in Thüringen noch angenehme Temperaturen herrschten, stieg das Thermometer von Tag zu Tag.
Ausgerechnet am Samstag, dem ersten Wettbewerbstag, wurde mit 37 Grad der Höchstwert erreicht.
Schatten war bei diesen Temperaturen heiß begehrt – auf dem Flugfeld natürlich kaum zu finden. Auch der Wind brachte keine Abkühlung. Thermische Ablösungen aus wechselnden Richtungen sorgten zwar für Bewegung in der Luft, doch der Wind selbst war ebenfalls ungewöhnlich warm.
Nach dem Briefing und den Probesprüngen konnte der Wettbewerb mit insgesamt 50 Teilnehmern pünktlich beginnen. Darunter waren zehn Damen und zwei Jugendliche.
Erstmals gingen auch zwei Teilnehmer aus Israel an den Start. Gemeinsam mit den Teilnehmern aus den Niederlanden und der Tschechischen Republik sorgten sie für eine internationale Note im Starterfeld.
Gleich im ersten Durchgang setzten sich Alfred Rachner und Dominik Winter an die Spitze des Starterfeldes. Beide landeten mit ihren Sprüngen jeweils bei 17 Zentimetern – nur knapp an der Zielscheibe vorbei. Gleich 18 Teilnehmer blieben im ersten Durchgang mit ihren Sprüngen unter der Marke von einem Meter.
Im zweiten Durchgang gelang Alfred Rachner die Landung auf der Zielscheibe. Damit behauptete er seine Führung weiterhin.
Auch am Ende des ersten Wettbewerbstages, nach dem vierten Durchgang, lag Alfred Rachner mit 147 Punkten weiterhin an der Spitze des Feldes. Doch seine Verfolger waren ihm dicht auf den Fersen: Dominik Winter folgte mit 278 Punkten, dahinter lagen Philipp Schuler mit 347, Roman Knappe mit 393, Leon Riedel mit 405 Punkten und der Gewinner der EPT 2026 Pieter Visser, mit 447 Punkten.
In der Nacht zum Sonntag brachte ein leichtes Gewitter etwas Regen und sorgte dafür, dass die Temperaturen auf rund 30 Grad zurückgingen. Die Abkühlung war jedoch nur von kurzer Dauer, denn bereits am Vormittag herrschte eine drückende Schwüle.
Im fünften Durchgang gelang Alfred Rachner erneut ein guter Sprung und er landete bei 52 Zentimetern. Seine Verfolger konnten den Rückstand nicht wesentlich verkürzen, sodass Rachner seine Führung weiter behaupteten konnte.
Trotzdem blieb der Wettbewerb bis zum Schluss spannend. Entschieden war die Meisterschaft erst nach dem sechsten und letzten Durchgang. Schon mehrfach hatte sich gezeigt, dass schwierige Windbedingungen, technische Defekte oder andere unvorhersehbare Ereignisse das Klassement noch einmal kräftig durcheinanderwirbeln können.
Die Verfolger Leon Riedel und Roman Knappe blieben äußerst konzentriert und cool. Beide setzten im letzten Durchgang ihre Landungen direkt auf die Zielscheibe, konnten den Vorsprung von Alfred Rachner jedoch nicht mehr einholen. Rachner zeigte mit 105 Zentimetern zwar seinen schlechtesten Sprung des gesamten Wettbewerbs, doch dieser reichte aus, um seinen Vorsprung zu verteidigen und den Sieg zu sichern.
Damit gelang Alfred Rachner bei einer Deutschen Meisterschaft erstmals ein Start-Ziel-Sieg. Vom ersten Durchgang an führte er das Klassement an und ließ sich den Titel bis zum letzten Sprung nicht mehr nehmen.
Den zweiten Platz sicherte sich Roman Knappe, Rang drei ging an Leon Riedel.
Alle Sieger der 44. Internationalen Deutschen Meisterschaft mit den Sportreferenten Susi Klaile (links) und Michael Knappe (rechts)

Teamwertung:
Traditionell gibt es bei der Deutschen Meisterschaft auch eine Teamwertung.
Ein Team besteht aus mindestens drei und maximal fünf Teilnehmern. Für die diesjährige Meisterschaft hatten sich insgesamt 13 Teams gemeldet.
Den Sieg in der Teamwertung sicherten sich die „Räuber ohne Alibaba“ mit Pieter Visser, Stefan Schuler und Roland Schuler. Das Team setzte sich gegen die Konkurrenz durch und holte sich den ersten Platz.
Den zweiten Platz in der Teamwertung belegten die „Bavarian Skydiver“ mit Dominik Winter, Thomas Boxdörfer und Willi Kramer.
Den dritten Platz sicherten sich die „Hiesfelder Skyfighter“ mit Roger Pensold, David Ender und Alfred Rachner.
Hier das Gesamtergebnis: Teamwertung DM 2026
Die Sieger der Teamwertung

Viel Kreativität zeigten die Teilnehmer dieses Jahr bei den Team-Namen und den Team-Shirts
Absetzpiloten:
Die wichtigste Komponente unseres Sports sind unsere Absetzpiloten. Sie sind nicht nur für die sicheren und präzisen Absetzvorgänge verantwortlich, sondern nehmen gleichzeitig selbst am Wettbewerb teil. Damit waren sie einer besonderen Doppelbelastung ausgesetzt: Während des gesamten Wettbewerbs mussten sie sich konzentriert um die Absetzflüge kümmern und zwischendurch selbst an den Start gehen – und das bei Temperaturen von bis zu 37 Grad in der glühenden Sonne.
Insgesamt wurden 339 Springer abgesetzt, was für eine Leistung!
- Platz 1 – Heiko Daube – 87
- Platz 2 – Alexander Kleinmaier – 72
- Platz 3 – Leon Riedel – 68
- Platz 4 – Konrad Hackspiel – 51
- Platz 5 – Thomas Boxdörfer – 40
- Platz 6 – Philipp Schuler – 21

Bester Sprung:
Einen besonderen Wanderpokal gibt es seit 2013 bei der Deutschen Meisterschaft für den Besten Sprung des Wettbewerbs, gestiftet vom Springer-Team Bavarian Skydiver.
Diesmal landeten mit Alfred Rachner, Leon Riedel und Roman Knappe gleich drei Wettbewerbsteilnehmer direkt auf der Zielscheibe, was mit 0 Punkten belohnt wird. Daher gilt bei allen drei der zweitbeste Sprung. Mit 17 Zentimeter konnte Alfred Rachner damit auch diesen Pokal für ein Jahr mit nach Hause nehmen.
Dominik Winter vom Team Bavaria Skydiver überreicht den Wanderpokal an Alfred Rachner

Schlusslicht:
Eine weitere Tradition bei der Deutschen Meisterschaft ist die Verleihung der „Roten Laterne“. Sie geht an den letztplatzierten, bei der Siegerehrung noch anwesenden deutschen Teilnehmer.
In diesem Jahr durfte Josef Sommer die „Rote Laterne“ entgegennehmen. Mit einem Schmunzeln nahm er den Wanderpokal gerne in Empfang und bewies dabei einmal mehr, dass bei aller sportlichen Spannung auch der Humor nicht zu kurz kommt.
Josef Sommer bekommt die rote Laterne überreicht

Bester ausländischer Teilnehmer:
Auch der beste ausländische Teilnehmer wird traditionell mit einem Pokal ausgezeichnet. In diesem Jahr ging dieser an Pieter Visser. Er entschied jedoch, in Absprache mit den Sportreferenten, den Pokal dem am weitesten angereisten ausländischen Teilnehmer zu überlassen.
Damit ging die Auszeichnung an Yoav Svirsky aus Israel, der die weiteste Anreise auf sich genommen hatte. Eine schöne Geste, die den kameradschaftlichen Geist der Deutschen Meisterschaft einmal mehr unterstrich.
Yoav Svirsky erhält den Pokal für die weiteste Reise

„Rahmenprogramm“
Dass bei den gemeinsam verbrachten Tagen neben dem sportlichen Ehrgeiz auch der Spaß nicht zu kurz kam, zeigte sich abends beim neu gegründeten „Team L39 Aerobatic Team Falli – Edition 2026“.
Acht Teilnehmer übten sich im Formationsflug mit den EDF Jets und sorgten damit nicht nur bei sich selbst, sondern auch bei den Zuschauern für viel Spaß.
Und natürlich durfte auch ein entspannter Flug mit Paraglidern in der Abendsonne nicht fehlen. Bei herrlichem Licht und ruhiger Atmosphäre konnte man den Tag gemütlich ausklingen lassen.
Unsere Gastgeber: der MFC Bad Langensalza
Auf dem „schönsten Modellflugplatz der Welt“, wie es der Vereinsvorsitzende Andreas Kästner nannte, durften wir in diesem Jahr zu Gast sein und die Deutsche Meisterschaft austragen.
Mit viel Erfahrung in der Ausrichtung von Wettbewerben und Flugtagen hießen uns die Vereinsmitglieder herzlich willkommen und sorgten dafür, dass es den Teilnehmern und Gästen an nichts fehlte.
Vom Frühstück über Gegrilltes zum Mittagessen bis hin zu Kaffee und leckerem Kuchen war bestens für das leibliche Wohl gesorgt. Und bei den hochsommerlichen Temperaturen durfte natürlich jederzeit ein kaltes Getränk nicht fehlen. Allein bis Samstagabend gingen rund 600 Flaschen Wasser über die Theke.
Auch für die Camper war bestens gesorgt. Ausreichend Stellplätze sowie die Versorgung mit Wasser und Strom boten beste Voraussetzungen, um sich nicht nur während der Wettbewerbstage rundum wohlzufühlen.
Einen ganz herzlichen Dank deshalb dem Verein und allen Helfern für diese tolle Gastfreundschaft.
Als Anerkennung für die hervorragende Gastfreundschaft und die ausgezeichnete Organisation erhielt der ausrichtende Verein vom DMFV einen Glaspokal. Damit wurde der engagierte Einsatz des gesamten Vereins und seiner Helfer gewürdigt.
Tim Wallasch nahm den Pokal für den Verein entgegen


Fotos: Tim Wallasch, Claudia Brosch, Elisabeth Knappe, Pieter Visser, Christine Schuler, Heiko Daube, Dominik Winter, Susi Klaile
Feierabend

Der nächste und zugleich letzte Wettbewerb in diesem Jahr, der Hohenzollern-Cup, findet am 12. September 2026 beim MFC-Hohenzollern in Hechingen statt.
Anmeldung nicht vergessen: Anmeldung zu den EPT-Wettbewerben

































