„Dem Modellflug soll kein Schaden entstehen“

Die drohende Flughöhenbeschränkung für das Fliegen mit Flugmodellen außerhalb von Modellfluggeländen mit spezieller Aufstiegserlaubnis (AE) bereitet den Modellflugsportlern in Deutschland große Sorgen. Im Rahmen seiner Bemühungen, die Interessen aller Modellflieger zu schützen sowie die Belange des Modellflugs mit den Sicherheitsinteressen der Bundesregierung in Einklang zu bringen, traf sich Hans Schwägerl, Präsident des Deutschen Modellflieger Verbandes (DMFV) nun mit Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU).

Schwägerl machte dem Minister klar, dass die vorliegende neue Luftverkehrsordnung für den Modellflug in Deutschland mehr als problematisch ist. Thema des Gespräches war auch das Unverständnis darüber, dass der nach über einem Jahr Verhandlungszeit gefundenen Kompromiss mit dem Verkehrsministerium (BMVI) – laut Aussage des Verkehrsministeriums und zahlreicher Politiker auf Drängen des Verteidigungsministeriums – gekippt wurde. „Dieser Kompromiss hätte für die Modellflugsportler zwar auch gewisse Einschränkungen gebracht, welche aus unserer Sicht aber vertretbar waren“, so Schwägerl. Ursprünglich hatte man sich mit dem BMVI darauf verständigt, dass eine pauschale Höhenbeschränkung für Flugmodelle von 100 Metern nicht gilt, wenn auf Modellflugplätzen mit Aufstiegserlaubnis geflogen wird oder wenn der Pilot einen individuellen Kenntnisnachweis vorlegen kann.

Die jetzt vorliegende Verordnung sieht vor, dass für den Modellflug außerhalb von zugelassenen Modellflugplätzen oberhalb von 100 Meter praktisch Schluss ist. Zur Einordung: im DMFV sind über 1.300 Vereine organisiert. Davon haben etwa 600 keine Aufstiegserlaubnis. Diese Vereine betreiben auf ihren Plätzen legalen Modellflug mit Modellen unter 5 Kilogramm. „Diese Vereine stünden vor dem Aus. Und das ohne sachliche Begründung, denn wir können eine exzellente Sicherheits- und Schadensbilanz vorweisen. Und das gilt im Übrigen auch für alle Modellflieger, die ihren Sport auf der grünen Wiese – zum Beispiel beim Hangflug – betreiben“, so Schwägerl, der genau diese Problematik in seinem Gespräch mit Bundesminister Dobrindt erörterte.

„Herr Minister Dobrindt hat mir in unserem Gespräch gesagt, dass er sich des Themas annehmen wird. Er hat mir glaubwürdig versichert, dass dem Modellflug kein Schaden entstehen soll. Das stimmt mich ein wenig optimistisch, dass wir vielleicht doch noch eine tragfähige Lösung hinbekommen“, so Schwägerl.