Modellflug auch im Norden ohne negative Auswirkungen auf Brutvögel
Die vom Deutschen Modellflieger Verband (DMFV) initiierte Brutvogelstudie ist nach ihrer erfolgreichen Durchführung im Raum Deutschland Südwest nun auch für den norddeutschen Raum (Deutschland Nordost) abgeschlossen und wissenschaftlich ausgewertet.
Das erfreuliche Ergebnis bleibt dabei völlig unverändert und eindeutig: Eine signifikante oder gar existenzielle Beeinträchtigung der Reviere heimischer Brutvogelarten an Modellflugplätzen konnte auch durch die Erweiterung der Studie nicht nachgewiesen werden.

Vorurteile wissenschaftlich widerlegt
Der DMFV hatte die wissenschaftliche Untersuchung ursprünglich in Auftrag gegeben, da Aufstiegserlaubnisse für Modellfluggelände häufig verwehrt oder nur unter strengen Auflagen erteilt werden – oft mit der pauschalen Begründung, der Modellflug sei ein erheblicher Störfaktor für Brutvögel.
Diese Vorverurteilung ist nun auch für den norddeutschen Raum offiziell widerlegt. Die Daten zeigen deutlich: Die typischerweise im Umfeld von Modellflugplätzen vorkommenden Brutvogelarten reagieren kaum oder gar nicht auf den Modellflugbetrieb.
Hintergrund zur Studie
- Untersuchungsdesign: Für die Studie hatte die MILVUS GmbH die Situation auf verschiedenen Modellfluggeländen und jeweils vergleichbaren Referenzgeländen ohne Modellflugbetrieb über ein Jahr lang intensiv untersucht.
- Erweiterung: Nach den ersten klaren Ergebnissen aus dem Südwesten Deutschlands wurde das Untersuchungsgebiet auf den Nordosten ausgeweitet, um eine noch solidere und großflächigere Datenbasis zu schaffen.
- Fazit: Die Entwarnung für den Modellflug steht nun auf einem noch breiteren wissenschaftlichen Fundament.
Weitere Infos unter: www.dmfv.aero/brutvogelstudie