Mit Nisthilfen für Meisen und Quartieren für Fledermäuse möchte der MV Birkholz e. V. natürliche Gegenspieler des Eichenprozessionsspinners fördern. Anlass war ein starker Befall auf dem Vereinsgelände im Jahr 2026.
Das Gelände des MV Birkholz e. V. wird nicht nur von Vereinsmitgliedern genutzt. Auch Wanderer und Kita-Kinder aus Birkholz halten sich dort regelmäßig auf. Als 2026 eine Eiche im Aufenthaltsbereich stark vom Eichenprozessionsspinner befallen war, kennzeichnete der Verein den betroffenen Bereich. Anschließend kümmerte sich die Stadt Bernau um das Absammeln der Raupen.
Die feinen Brennhaare der Raupen können gesundheitliche Beschwerden auslösen und bleiben auch in verlassenen Nestern lange erhalten. Für den Verein war deshalb klar: Neben den unmittelbar notwendigen Schutzmaßnahmen sollte auch etwas zur langfristigen Vorbeugung geschehen.
In Abstimmung mit dem Grünflächenamt brachten die Mitglieder bei ihrem dritten Arbeitseinsatz Nisthilfen für Meisen und Quartiere für Fledermäuse an. Damit fördern sie Tiere, die zu den natürlichen Gegenspielern des Eichenprozessionsspinners gehören: Meisen fressen seine Raupen, Fledermäuse erbeuten die ausgewachsenen Falter.
Der Verein hofft, damit langfristig zur natürlichen Regulierung beizutragen. Einen sicheren Schutz vor erneutem Befall bieten die Nisthilfen allerdings nicht.
Im Frühjahr 2027 soll eine Vogeltränke hinzukommen. Bereits 2026 ließ der Verein außerdem einen größeren Streifen seiner Pachtfläche als Wildblumenwiese stehen, um Insekten Nahrung zu bieten.
Für mich zeigt dieses Engagement, wie sich Modellflug und praktischer Naturschutz miteinander verbinden lassen. Die Mitglieder nutzen ihr Gelände für den gemeinsamen Sport und schaffen zugleich Lebensraum für Tiere. Ich bin gespannt, wie sich die Maßnahmen in den kommenden Jahren entwickeln.



