Jugend-Modellflugabzeichen und Corona – Vier Tage auf der Ostalb

In am 08. September 2020

Als wir zum ersten Mal vom dem neuen Jugend Modellflugabzeichen hörten, fanden wir, dass das eine tolle Idee sein. Da wollten wir als MfG Ostalb natürlich mit dabei sein.

Durch Corona haben sich leider nun alle Bedingungen verändert. Um die Idee trotzdem umzusetzen, galt es also neue Wege zu gehen.

Wir wollten absolute Neueinsteiger zum Modellflugabzeichen in Bronze qualifizieren. Mindestens vier Tage sind dafür notwendig, so waren unsere Überlegungen. Dazu bedurfte es natürlich neben dem fachlichen auch ein tragfähiges Hygienekonzept, in diesen Zeiten ein absolutes Muss.

Ausbildung in geschlossen Räumen kam deshalb nicht in Frage. Blieb also nur der Flugplatz. Die Überdachungsfläche ergab einen Platz für 9 Teilnehmer. In Zusammenarbeit mit der Zukunftsakademie Heidenheim wurde ein entsprechender Workshop in den Ferien ausgeschrieben, der innerhalb weniger Tage ausgebucht war. Erfreulich, dass sich auch ein Mädchen für den Kurs interessierte.

Um den Teilnehmern die ganze Breite des Modellflugs nahezubringen, haben wir die Ausbildungsinhalte gegenüber dem Modellflugabzeichen etwas erweitert. Neben theoretischen und rechtlichen Grundlagen des Flugmodellsports sollten die Teilnehmer einen Lilienthal 31 bauen und fliegen, selbst einen Muticopter nach Sicht und im FPV Modus fliegen und natürlich mit einer Lehrer-Schüleranlage das RC-Fliegen erlernen. Dafür haben wir vier Tage veranschlagt.

Ein solch dicht gepacktes Programm erfordert eine umfangreiche Vorbereitung, in die viele Mitglieder des Vereins eingebunden wurden.

Wir haben einzelne Baugruppen des Lilienthal 31 so vorgefertigt, dass das Modell in drei Tagen gefertigt und eingeflogen wurde. Am vierten Tag konnten die Teilnehmer ihre LT 31 stolz in einem Wettbewerb einsetzen. Da unser Gelände an einem Wald liegt, wurden die Modelle nur aus der Hand gestartet, was dem Spaß aber keinen Abbruch tat.

Große Begeisterung auch, als sich die Teilnehmer selbst an den bereitstehenden Drohnen versuchen konnten. Dazu wurden Tore aufgebaut, die durchflogen werden mussten, zunächst auf Sicht und an den Folgetagen mit der FPV-Brille. Viele Schüler hatten auch ihre eigenen Multicopter mitgebracht und konnten so viele Fragen stellen, die sie auf dem Herzen hatten.

Und dann stand selbstredend viel Zeit zum RC-Fliegen mit einer Lehrer Schüler Anlage zur Verfügung. Ziel war es ja, die geforderte Flugaufgabe am Tag 4  zu absolvieren und das spornte natürlich an.

Der letzte Tag war dann den Wettbewerben und der Prüfungen vorbehalten. Ein Wettbewerb im Copterfliegen über einen kleinen Track, einen Gleitwettbewerb mit den LT 31, so begann der Tag. Dann stand die schriftliche und die Flugprüfung als krönender Abschluss auf dem Plan.

Natürlich haben alle Teilnehmer bestanden und Urkunden sowie Abzeichen stolz den abholenden Eltern präsentiert. Dass jeder seinen LT 31 mit nach Hause nehmen konnte, versteht sich von selbst.

Eine tolle Woche, die zeigte, dass auch in solchen Zeiten Nachwuchsarbeit möglich und sinnvoll ist.

 

Angelika Möbius

http://www.mfg-ostalb.de/