Trauer um Heinz Simon

In am 29. Dezember 2021

In der Pionierzeit des Modellflugs, in den 1960er und 70er Jahren, brachte Heinz Simon zum Fliegen, wovon andere nur träumen. Legendär waren seine pfeilschnellen Deltas und natürlich seine naturgetreue Me 163 Komet, mit der er 1972 Scale-Weltmeister wurde. Heinz Simon konstruierte und baute immer alles selbst. Und noch am vorletzten Tag seines Lebens flog er vom Krankenbett aus seine geliebten Mini-Hubschrauber.

Beim 50-jähirgen Jubiläum auf der Wasserkuppe 1970 durfte er vor Neil Armstrong und tausenden Zuschauern seine Me 163 spektakulär vorführen. Der Konstrukteur des Originals, Alexander Lippisch, Testpilot Wolfgang Späte und Edgar Dittmar kamen, um ihn zu sehen. Heinz Simon war ein Flieger durch und durch. Seine ersten benannten Segelflüge absolvierte er auf einer SG 38 auf der Friesener Warte und am Hesselberg. Als Münchner Kindl-Pokalsieger, Deutscher Meister, Scale-Weltmeister 1972 und auch beim Segelfliegen als Gewinner des legendären Teck-Pokals mit über 300 Teilnehmern zeigte er die Gesamtbreite seines Könnens.

Im Alter von 93 Jahren ist Heinz Simon nun nach kurzer schwerer Krankheit zuhause friedlich im Kreis der Familie eingeschlafen.