Weltverband kritisiert Pläne der EU-Kommission scharf
In einem deutlichen Schreiben an Dr. Christine Berg von der DG Move hat Antonis Papadopoulos, Präsident der CIAM und Vertreter der FAI / World Air Sports Federation, die Kritik seiner Organisation an den EU-Plänen zur Neuregulierung der offenen Kategorie und somit an der existenziellen Beeinträchtigung des Modellflugs in Europa geäußert.
Papadopoulos bestätigt damit die ernsthaften Bedenken der EMFU und des DMFV, die DMFV-Präsident Hans Schwägerl und der Beauftragte für Internationales Achim Friedl in der vergangenen Woche bei ihrem persönlichen Besuch der europäischen Verkehrsbehörde mit der Unterst5ützung des EU-Abgeordneten Markus Ferber unmissverständlich artikuliert hatten.
CIAM warnt vor Auswirkungen neuer EU-Drohnenvorschriften auf den Modellflugsport
Die Modellflugkommission (CIAM) des internationalen Luftsportverbandes FAI sieht insbesondere in der vorgesehenen Geschwindigkeitsbegrenzung auf 19 m/s, der verpflichtenden Fernidentifizierung (DRI) sowie der technischen Anforderungen zur Startverhinderung eine fundamentale Beeinträchtigung des Modellflugbetriebs auf breiter Basis. Die Regulierungsvorhaben würden die Durchführung zahlreicher Modellflugwettbewerbe in Europa erheblich erschweren oder sogar unmöglich machen.
Eine generelle Verpflichtung zur Durchführung von Wettbewerben auf Grundlage einer Genehmigung nach Artikel 16 würde zudem einen erheblichen zusätzlichen Verwaltungsaufwand für die überwiegend ehrenamtlich organisierten Veranstaltungen bedeuten.
Die CIAM fordert deshalb, Modellflugwettbewerbe auch künftig in der offenen Kategorie zu ermöglichen. Sie unterstützt ausdrücklich die Lösungsvorschläge der European Model Flying Union (EMFU) und appelliert an die EU-Kommission, diese bei der weiteren Gesetzgebung zu berücksichtigen.
Ziel müsse es sein, die Sicherheitsanforderungen zu erfüllen, ohne den international etablierten Modellflugsport und seine Wettbewerbe zu gefährden.
