Szenariorahmen bis 2035 für den Netzentwicklungplan genehmigt

In am 01. Juli 2020

Die Bundesnetzagentur hat den Szenariorahmen bis 2035 genehmigt. Die Feststellungen und Prognosen werden nun als Grundlage für die Strombedarf in Deutschland ermittelt. Dabei war in einer Vorschau auf das Jahr 2035 im letzten Jahr schon ein zukünftiger Strombedarf von 16 Gigawatt im Süden Deutschlands prognostiziert worden. Dieser hohe Bedarf ensteht durch die Abschaltung der Kernkraftwerke und dem Kohleausstieg.

Bisher waren nur 8 GW geplant worden. Die erste Umsetzung für diesen höheren Bedarf geschieht durch den Bau von Leerrohren beim Südostlink. Erst werden Leitungen für 2 GW Leistungen verlegt. Gleichzeitig werden Leerrohre für eine 2. Leitung verlegt. Für den zukünftigen höheren Bedarf muss für die weitere Leitung das Erdreich nicht noch einmal ausgebaggert werden. Es können dann Kagel in die Leerrohre eingezogen werden. Dennoch wird wohl eine 4. Trasse geplant werden müssen, da wohl eine Übertragung von 4 GW durch das bestehende bzw. verstärkte und ausgebaute Wechselstromnetz nicht wirtschaftlich erscheint. Die Leistungsverluste wäre zu hoch.

Der Netzentwicklungsplan, der jetzt anhand der vorgebenen und genehmigten Kriterien erstellt wird, zeigt dann die notwendigen Ausbaubedarf. Da neben den Gleichstromtrassen der Ausbau der Freileitung abgebildet wird, dürfte auch weiterhin eine Beeinträchtigung des genutzen Luftraums für den Modellflug von Bedeutung sein.

Ich persönlich bin gespannt auf diesen neuen Plan, der dann auch noch von der BNetzA genehmigt werden muss. Die Vorstellung des Plans wird aber noch etwas dauern.

Interessant wird es auch in den Küstenregionen, wenn die Off-Shore-Anlagen mit einem Kabel an das Festland angebunden werden. Jeder Windpark erzeugt ca. 900 MW und benötigt zur Netzanbindung auf dem Festland einen Konverter. Die Anbindung erfolgt in der Regel als Erdkabel.