Netzausbauplanungen Freileitungen/Erdverkabelung

In am 04. Dezember 2019

Es gibt einen Netzentwicklungsplan (NEP), der den notwendigen Ausbau bzw. die notwendige Verstärkung des deutschen Stromnetzes aufzeigt. Dieser Plan wurde in der Vergangenheit jährlich erstellt und soll zukünftig nur noch alle 2 Jahre aktualisiert werden.

Dieser NEP dient u.a. auch der Politik für ihre Entscheidungen. Als beratende Behörde muss die Bundesnetzagentur regelmäßig den NEP genehmigen, damit er in die politischen Entscheidungen mit einfließen kann. Verfolgt man diese Prognosen, wird man feststellen, dass sich politische Entscheidungen, wie Atom- oder Kohleausstieg, in dieser Planung widerspiegeln. Nachdem der Strombedarf für den Süden Deutschlands erst auf 8 Gigawatt (GW) festgestellt wurde, ist dieser Bedarf auf 16 GW angehoben worden. Jeder kann damit erkennen, dass dies eine Verdoppelung der bisher geplanten Hochspannungs-Gleichstrom-Trassen (HGÜ) bedeutet. Es handelt sich um eine Prognose und ist daher nur als ein wahrscheinlicher Wert anzusehen. Noch ist diese Prognose von der Bundesnetzagentur nicht festgestellt worden. Es bleibt abzuwarten, ob und wie viel Strom im Süden in Zukunft selbst erzeugt wird und der Bedarf sich dann reduziert. Festzustellen bleibt aber, dass im Norden Deutschlands soviel Windenergie an Land und im Meer erzeugt wird, so dass sich hier ein theoretischer Wert von über 100% ergibt, um den Strombedarf in dieser Region zu decken.

Im NEP werden nicht nur die HGÜ-Trassen dargestellt, sondern auch die zusätzlichen Freileitungen, die als Netzverstärkung erforderlich sind. Diese möglichen Freileitungen können den Modellflug besonders dauerhaft beeinträchtigen. Hier bin ich als Beauftragter des DMFV besonders auf die Zuarbeit durch die Vereine angewiesen. Ich habe im Detail keinen Überblick über die einzelnen örtlichen Verhältnisse. Daher ist es wichtig, dass die Vereine  Planungen von Freileitungen aus der örtlichen Presse in Erfahrung bringen. Am günstigsten sind Verbindung zu örtlichen Behörden oder Mandatsträgern. Dieser Kreis erfährt in der Regel als erstes von derartigen Vorhaben und kann so den Verein informieren.

Selbstverständlich werde ich die Vereine auch in diesen Angelegenheit zur Seite stehen und helfen.