Runner_01Multikopter, ihre Wettbewerbe und die Entwicklung ihrer Klassen gehören seit dem Beschluss des CIAM-Plenums vom 8. April 2016 genau zum Modellflug der FAI wie die altehrwürdigen Freiflugklassen. Denn die Vollversammlung beschloss nach einer zweijährigen Übergangszeit, dass sich ein international besetzter Unterausschuss gründen soll, der die Entwicklung dieses Sports verfolgt und nach Möglichkeit steuert – so, wie es bei anderen Modellflugsparten längst der Fall ist. Als Vorsitzender wurde Bruno Delor gewählt, 1. CIAM Vizepräsident und Präsident der französischen Modellflugorganisation FFAM – auch das ein Ausdruck der Bedeutung, die die FAI dieser jungen Kategorie beimisst. Die erste Klasse heißt F3U – RC Multi-Rotor FPV Racing. Sie reiht sich also ganz normal ein in die Bezeichnungen der Fernlenkklassen, die mit F3A Kunstflug einst in der FAI begonnen haben. Zur neuen Klasse gehört auch ein World Cup, für den es 2016 bereits eine Reihe von internationalen Wettbewerben gibt: Fünf meldet der FAI-Kalender unter http://www.fai.org/ciam-events/ciam-events-calendar-and-results

Etliche Wettbewerbe werden noch erwartet – auf die sonst übliche Anmeldezeit bis 15. November des Vorjahres wurde verzichtet, um der stürmischen Entwicklung gerecht zu werden. Die Regeln für Modelle, Rennen und World Cup stehen im Sporting Code “Volume F3 Radio Control FPV Racing Model Aircraft”, der sich unter http://www.fai.org/ciam-documents herunterladen lässt. Die Politik des neuen Unterausschusses und aller ihn unterstützenden nationalen Verbände soll – so Bruno Delor – darauf gerichtet sein, die gleichen luftrechtlichen Regelungen für Drohnen – ob Multikopter oder Flächenmodelle – wie für alle andere Flugmodelle durchzusetzen bzw. zu behalten. Dazu gehöre, dass auf Transponder wie auf die Registrierung jedes einzelne Modelle verzichtet werde. Auch Höhenbegrenzungen dürfe es nicht geben – diese würden früher oder später auch alle anderen Flugmodelle treffen.