Covid-19: Was müssen Modellflieger jetzt wissen?

Seit Anfang März sind die Folgen der Corona-Pandemie nun auch deutlich in Sport und Hobby spürbar.
Der DMFV berichtet über aktuelle Entwicklungen und deren Bedeutung für Vereine, Einzelmitglieder und den Modellflug im Allgemeinen.
Grundsätzlich gilt: Die Regelungen können je nach Bundesland und Kommune voneinander abweichen. Rechtsichere Informationen erhaltet ihr bei eurer örtlichen Gesundheitsbehörde.

Für die Sperrung Eurer Fluggelände stellt der DMFV ein Musteraushang als PDF zum Ausdruck bereit.
Die meist gestellten Fragen findet ihr in unseren FAQ.
Ein Merkblatt für Gewerbetreibende mit Informationen zum „Schutzschild für Beschäftigte und Unternehmen“ steht als PDF bereit.

Die Ausgangsbeschränkungen und Kontaktverbote, auf die sich die Regierungschefs der Länder und die Bundesregierung am 22.03.2020 verständigt haben, erlauben ausdrücklich individuellen Sport und Bewegung an der frischen Luft.

Aus Sicht des DMFV ist somit auf dem Gebiet der Bundesrepublik Deutschland der erlaubnisfreie Modellflug auf der „grünen Wiese“ weiterhin erlaubt, sofern er allein, nach den allgemeinen Regeln des Robert-Koch-Institutes zur Vermeidung von Infektionen und unter Beachtung der gesetzlichen Verfügungen erfolgt.

Es ist allerdings davon auszugehen, dass nicht sämtliche kommunalen Behörden dieser Interpretation folgen. Im Zweifelsfall ist den Anweisungen der Ordnungshüter unbedingt Folge zu leisten.

Der DMFV empfiehlt, lieber auf Modellflug zu verzichten, als sich selbst oder andere dem Risiko einer Ansteckung auszusetzen.

Nach wie vor gilt: Alle Sport- und Freizeitstätten sind zu schließen, also auch Modellfluggelände. Der DMFV rät seinen Vereinen, den Kontakt zum zuständigen Gesundheitsamt zu suchen.

Hier die aktuellsten Informationen:

+++ Update 27.03.2020 +++

Durch die neuen Zahlen von mehr als 11.500 Erkrankten allein in Nordrhein-Westfalen überspringt Deutschland die Marke von 45.000 Infizierten. Das sind über 3.000 neue Fälle seit dem gestrigen Abend. 274 sind an den Folgen des Virus bereits gestorben.

Unterdessen wird an Impfstoffen und Medikamenten bei einer Covid-19-Erkrankung eifrig geforscht. Derzeit befindet sich eine Studie in Vorbereitung, durch die herausgefunden werden soll, wer bereits immun gegen das Coronavirus ist. Das Projekt soll in Zusammenarbeit vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung, dem RKI und der Berliner Charité durchgeführt werden, ist aber noch nicht endgültig bewilligt. Die Studie soll dann dazu beitragen, besser entscheiden zu können, wann Schulen wieder geöffnet und Großveranstaltungen wieder durchgeführt werden dürfen.

Die Wettervorhersage für den kommenden Samstag verheißt bis zu 11 Sonnenstunden und Temperaturen bis zu 20 Grad. Nutzen wir diesen Frühlingstag und gehen wir an die frische Luft. Zum Joggen, Spazierengehen … oder auch um ein paar Akkus leer zu fliegen. Wie das?

Natürlich, die Modellflugplätze sind gesperrt und auch Vereinsaktivitäten oder Treffen von mehr als zwei Personen sind nicht erlaubt. Dennoch: Modellfliegen ist nicht verboten … und vielleicht wichtiger denn je, um den Hüttenkoller loszuwerden und den Kopf ein wenig frei zu bekommen. Das Leben besteht nicht nur aus Corona!

Fragt den Bauern, ob ihr auf seinem Acker fliegen dürft. Sucht einen öffentlichen Park, auf dem Modellflug gestattet ist. Findet einen Hang, an dem ihr die Thermik eines wunderbaren Sonnentages nutzen könnt.

Dabei gilt grundsätzlich: Sport im Freien ist nur allein oder mit einem Begleiter möglich. In einigen Bundesländern muss dies sogar ein Familienangehöriger sein. Lasst Euch auf keine unnötigen Diskussionen mit Ordnungskräften ein. Im Zweifelsfall verzichtet bitte aufs Fliegen.

Der DMFV wünscht ein schönes Wochenende, soweit es denn in diesen Zeiten möglich ist.

+++ Update 25.03.2020 +++

Fake News zum Corona-Virus

Die Corona-Krise ist hochdynamisch. Was gestern gesicherte wissenschaftliche Erkenntnisse oder politische Einschätzungen waren, ist heute oft schon nicht mehr aktuell. Auch Gerüchte und Falschnachrichten kursieren.

Die mit dem neuartigen Coronavirus (SARS-CoV-2) einhergehende Informationsflut verschärft bestehende Fragen zum Umgang mit Falschnachrichten – und schafft eine Vielzahl neuartiger Probleme. Nicht nur verbreiten sich Gerüchte rasant in den sozialen Medien, auch stellt der immense Zeitdruck Wissenschaftler*innen vor Herausforderungen und kann so zu voreiligen Schlüssen führen. Zudem werden offizielle Aussagen zu Eindämmungsmaßnahmen oft von der Realität des sich rasant ausbreitenden Virus überflügelt.

So warnte das Bundesgesundheitsministerium auf Twitter noch am 14. März unter der Überschrift „Achtung Fake News“ davor, dass falsche Berichte über weitgehende Einschränkungen des öffentlichen Lebens kursierten. In den darauf folgenden Tagen wurden dann aber eben solche Maßnahmen beschlossen. Das drastische Dementi des Ministeriums war nach zwei Tagen schon veraltet.

Deshalb bittet der DMFV seine Mitglieder und Mitgliedsvereine bei der Weitergabe und Verbreitung von Nachrichten und Informationen diese auf Herkunft und Seriosität zu prüfen.

+++ Update 24.03.2020 +++

Nordrhein-Westfalen hat als erstes Bundesland einen Bußgeldkatalog für Verstöße gegen die landesweiten Corona-Regeln mit Strafen von bis zu 5.000 Euro erarbeitet. Im Wiederholungsfall werden sogar bis zu 25.000 Euro fällig.

Der DMFV hat heute ein Merkblatt für Gewerbetreibende veröffentlicht. Dieses beinhaltet Informationen zum „Schutzschild für Beschäftigte und Unternehmen“.

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+++ Update 23.03.2020 +++

Wissenswertes zum Corona-Virus

Seit dem 11. Februar 2020 trägt das neuartige Coronavirus, das bislang vorläufig mit 2019nCoV bezeichnet wurde, einen neuen Namen: SARS-CoV-2. Das Akronym SARS steht hierbei für “Schweres Akutes Atemwegssyndrom”. Die Lungenkrankheit, welche durch SARS-CoV-2 ausgelöst werden kann, wird mit Covid-19 abgekürzt und steht stellvertretend für “Corona Virus Disease 2019”.

Der Hauptübertragungsweg ist die Tröpfcheninfektion, die vorrangig über die Schleimhäute oder Atemwege, aber auch durch den Kontakt über die Hände erfolgen kann.

Innerhalb von 14 Tagen, nachdem du mit jemandem Kontakt hattest, der bereits an COVID-19 erkrankt ist, können Symptome auftreten. Der Krankheitsverlauf bei COVID-19 ist individuell und kann auch länger als 14 Tage dauern.

Die häufigsten Symptome treten in Form gängiger Erkältungssymptome wie z.B. Fieber, trockener Husten, Abgeschlagenheit, Halskratzen sowie Kopf- und Gliederschmerzen usw. auf. In seltenen Fällen leiden Betroffene unter Übelkeit und Durchfall.

Besonders gefährdet sind Menschen höheren Alters (60+) und jene, die bereits von Grunderkrankungen betroffen sind. Die meisten Todesfälle traten in China bei über 80-Jährigen auf. Männer waren häufiger betroffen als Frauen.

Für Reisende, die aus Risikogebieten zurückkehren sowie Reisende mit typischen Symptomen aus Nicht-Risikogebieten gilt folgende Empfehlung: unnötige Kontakte vermeiden, zu Hause bleiben, und sich mit Hinweis auf die Reise telefonisch beim Hausarzt melden.

Falls du Kontakt zu positiv getesteten Personen hattest, solltest du dich an das zuständige Gesundheitsamt wenden, welches mit einer individuellen Befragung die persönlichen Maßnahmen empfehlen kann.

Ähnlich wie bei Influenza und anderen gängigen Erkältungskrankheiten sind es einfache Maßnahmen, mit denen man sich vor einer Infektion schützen kann: in die Armbeuge niesen oder husten, regelmäßiges Händewaschen, Händeschütteln vermeiden sowie 1-2 Meter Abstand zu anderen.

Grundlegende Informationen erhältst du auf der Website www.infektionsschutz.de

+++ Update 22.03.2020 +++

Mittlerweile sind fast 23.000 Menschen in Deutschland mit dem Coronavirus infiziert.

Die Regierungschefs der Bundesländer und die Bundesregierung haben sich am Nachmittag in einer offensichtlich sehr hitzigen Telefonkonferenz auf ein bundesweites Mindestmaß an Maßnahmen im Kampf gegen Covid-19 verständigt. Dieses sieht ein Kontaktverbot von mehr als zwei Personen in der Öffentlichkeit vor. Mindestabstand zwischen den Personen muss 1,50 Meter betragen. Feiern und Zusammenkünfte auch im privaten Bereich seien inakzeptabel. Der Kontakt zur Kernfamilie ist davon ausgenommen. Restaurants und Friseure werden geschlossen, Ärzte und Physiotherapeuten dürfen ihre Patienten weiter behandeln. Sport und Spaziergänge sind auch im Freien weiterhin erlaubt, sofern sie alleine oder zu zweit durchgeführt werden. Diese Regelungen sollen für mindestens zwei Wochen gelten.
Mindestens Bayern, Sachsen und Hessen verhängen jedoch deutlich schärfere Ausgangsbeschränkungen.

Mit diesen Maßnahmen sollen die sozialen Kontakte auf ein absolutes Minimum zurückgefahren werden. Dass die Maßnahmen nicht noch drastischer ausfallen, sei der Disziplin der ganz überwiegenden Menge der Bevölkerung  zu verdanken, sagt Kanzlerin Merkel in einer Pressekonferenz um 17:30 Uhr.

+++ Update 21.03.2020 +++

Stand heute bestätigt das Robert-Koch-Institut fast 20.000 Infektionen mit SARS-CoV 2.

Der Freistaat Bayern hat erste Strafanzeigen gegen mehrere Personen gestellt, die gegen die Allgemeinverfügung der Ausgangsbeschränkungen verstoßen haben.

Die Kriminalpolizei berichtet von Fällen, in denen sich Betrüger unter dem Vorwand, Corona-Tests durchführen zu müssen, Zugang zu Wohnungen vorwiegend älterer Menschen verschafft haben. Die Gesundheitsämter stellen diesbezüglich klar, dass es derzeit keine flächendeckenden Test auf Covid-19 gibt.

Die Bundesregierung wird sich voraussichtlich noch an diesem Wochenende mit den Verantwortlichen der Bundesländer zu weitergehenden Maßnahmen beraten.

Was wäre in Deutschland im Falle einer Ausgangssperre verboten – und was erlaubt?

Verboten wären …

  • das Verlassen der eigenen Wohnung (Ausnahmen s.u.)
  • das Betreten von öffentlichen Straßen, Plätzen, Parks
  • die Teilnahme an Versammlungen jeglicher Art
  • Teamsportarten im Freien (z.B. Fußball)

Erlaubt blieben …

  • Arztbesuche, Einkäufe, Tankstellenbesuche, Bankbesuche
  • die Fahrt zur Arbeit (wenn Homeoffice nicht möglich ist)
  • Sportarten im Freien, sofern man dabei allein ist (Joggen, Walken, Skaten)
  • Gassigehen mit dem Hund in Wohnungsnähe
  • Familienzusammenführungen
  • Betreuung Hilfsbedürftiger

+++ Update 20.03.2020 +++

Das Robert-Koch-Institut bestätigt zum 20.03.2020, 0:00 Uhr, rund 14.000 mit dem Corona-Virus infizierte Personen. Nach wie vor sind die Bundesländer NRW, Baden-Württemberg und Bayern am stärksten betroffen.

„Wenn wir es nicht schaffen, die Kontakte der Menschen über die nächsten Wochen zu reduzieren, können wir schon bald Millionen Infizierte in Deutschland haben.“, appelliert RKI-Präsident Professor Dr. Lothar H. Wieler.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder kündigt weitreichende Ausgangsbeschränkungen für den ganzen Freistaat Bayern an. Das Verlassen der eigenen Wohnung ist ab Samstag nur noch bei Vorliegen triftiger Gründe erlaubt. Dazu zählen unter anderem der Weg zur Arbeit, notwendige Einkäufe, Arzt- und Apothekenbesuche, Hilfe für andere, Besuche von Lebenspartnern, aber auch Sport und Bewegung an der frischen Luft – dies aber nur alleine oder mit den Personen, mit denen man zusammenlebt.

Mit ähnlichen bundesweiten Maßnahmen ist spätestens zum Anfang kommender Woche auch in den anderen Bundesländern zu rechnen.

Gemäß Aussage von Ministerpräsident Söder werden bereits ab Mitternacht alle Gastronomiebetriebe schließen. „Es wird zunächst für die nächsten 14 Tage nur noch To Go, Drive-in und Lieferungen geben.“ so Söder, „Auch alle anderen Bundesländer wollen das so umsetzen.“

Wer bleibt auf den Kosten sitzen, wenn Veranstaltungen ausfallen? Was ist, wenn die Behörden Veranstaltungen untersagen? Welche Regeln gelten bei freiwilligen Absagen?

Die Website https://www.tagesschau.de/inland/faq-coronavirus-vertraege-101.html gibt einen ersten Überblick zu diesem Thema, das auch den ein oder anderen Modellflugverein betreffen wird.

Für die Sperrung Eurer Fluggelände stellt der DMFV ein Musteraushang als PDF zum Ausdruck bereit.

+++ Update 19.03.2020 +++

Stand: 19.3.2020, 00:00 Uhr sind in Deutschland nach Information des Robert Koch-Instituts aktuell 10.999 Menschen laborbestätigt mit SARS-CoV-2 infiziert.

In Bayern wird zur Corona-Bekämpfung erstmals eine Ausgangssperre über eine Stadt verhängt. Auf Mitterteich sollen noch zwei weitere Gemeinden folgen. Im Falle der Zuwiderhandlung gegen die Verfügungen der Behörden droht Ministerpräsident Söder mit einer Ausgangssperre für den ganzen Freistaat. In ihrer gestrigen Rede äußerte sich Bundeskanzlerin Angela Merkel ähnlich in Bezug auf das ganze Gebiet der Bundesrepublik Deutschland.

Südkorea verzeichnet nach ersten Erfolgen wieder mehr Infizierte. Italien verlängert die allgemeine Ausgangssperre.

Für alle Modellflieger veröffentlicht der DMFV nun die regelmäßig erweiterten DMFV-FAQ Covid-19.

Der DMFV appelliert nochmals an alle seine Mitglieder: Eine Verharmlosung der Situation mit über 10.000 infizierter Menschen allein in Deutschland ist verantwortungslos. Die Missachtung behördlicher Verfügungen schadet nicht nur jedem Einzelnen, sondern auch dem Modellflug allgemein. Die Rücksichtnahme auf seine eigene und die Gesundheit seiner Mitmenschen hat absolute Priorität. Seinen Gegenüber zu respektieren heißt in diesen Tagen, den nötigen Abstand von ihm zu wahren. Verantwortungsbewusst zu handeln bedeutet, soziale Kontakte auf das zwingend notwendige Maß zu reduzieren.

Je schneller Deutschland, Europa und die Welt diesen Virus in den Griff bekommen, desto schneller können wir alle wieder den Dingen nachgehen, die wir lieben und auf die wir nicht verzichten wollen.

+++ Update 18.03.2020 +++

Das Infektionsrisiko wird durch das Robert-Koch-Institut nach wie vor als „hoch“ eingestuft. Laut Bundespressekonferenz von 13:00 Uhr ist mit weiteren Einschränkungen des öffentlichen Lebens in den nächsten Tagen zu rechnen, sollten die derzeitigen Erlasse und Empfehlungen nicht greifen. Zwischenzeitlich haben einige Bundesländer auch an den Binnengrenzen Einreisetopps verhängt.

Vor touristischen Reisen ins Ausland wird ausdrücklich gewarnt. Die Durchsetzung der Einreisetopps an den EU-Außengrenzen hat begonnen. Passagieren aus Nicht-EU-Staaten wird an den Airports die Einreise nach Deutschland verweigert.

Die gestern verfügten Leitlinien zum einheitlichen Vorgehen zur weitern Beschränkung sozialer Kontakte werden von allen Bundesländern und kommunalen Behörden akzeptiert und durchgesetzt.

Dem DMFV ist bisher nur ein Verein bekannt, der infizierte Mitglieder und Erstkontakte gemeldet hat. Selbstverständlich besteht aber keine Meldepflicht gegenüber dem Verband.

Die Rückmeldungen in der Geschäftsstelle zu den Veröffentlichungen des DMFV sind z. T. höchst emotional. Bei allem Verständnis für die Unannehmlichkeiten für jeden einzelnen von Euch, bitten wir zu berücksichtigen, dass Mitarbeiter und Ehrenamtliche im DMFV die Verfügungen behördlicher Stellen lediglich nach Relevanz einstufen und an die Mitglieder kommunizieren. Dies erachten wir als originäre Verpflichtung eines seriösen Verbandes. Der DMFV ist selbst nicht in die Entscheidungskette des Krisenstabes der Bundesregierung eingebunden und auch nicht für die Durchsetzung behördlicher Maßnahmen verantwortlich.

+++ Update 17.03.2020 +++

Das Robert-Koch-Institut spricht nun offiziell von einer „Pandemie“. Das Risiko einer Infektion wird erstmalig als „hoch“ eingestuft. Die deutschen Grenzen werden für den privaten Verkehr geschlossen von und nach Österreich, Frankreich, Luxemburg, Dänemark und in und aus der Schweiz. An den EU-Außengrenzen wurde ein 30-tägiger Einreisestopp verhängt.

Die Bundes- und Landesregierungen haben Leitlinien zum einheitlichen Vorgehen zur weiteren Beschränkung von sozialen Kontakten im öffentlichen Bereich vereinbart. Messen, Ausstellungen und Anbieter von Freizeitaktivitäten (drinnen und draußen) müssen den Betrieb einstellen. Der Sportbetrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen und ähnlichen Einrichtungen und Spielplätzen müssen für den Publikumsverkehr geschlossen werden.
Weiter haben sich die Bundesregierung und die Länder darauf geeinigt, Zusammenkünfte in Vereinen und sonstigen Sport- und Freizeiteinrichtungen zu verbieten.

Bund und Länder haben damit am 16.03.2020 eine bundesweit einheitliche Regelung von Präventionsmaßnahmen erlassen, die insbesondere für Vereine deutlich über den regionalen Erlass vom 15.03.2020 zur Schließung von Sportstätten hinausgeht.

Der DMFV sammelt derzeit die zahlreich eingehenden Anfragen zur Erstellung einer FAQ-Datenbank und veröffentlicht regelmäßige Updates als Leitfaden für seine Mitglieder.

+++ Update 16.03.2020 +++

Um die weitere Ausbreitung des Corona-Virus einzudämmen, folgen zwischenzeitlich die meisten Kommunen der Empfehlung der Bundesregierung, sämtliche sozialen Kontakte auf ein nötiges Minimum zu beschränken und haben unter anderem die Schließung aller Sport- und Freizeitstätten verfügt.

Dies betrifft auch die Gelände und Flugplätze von Modellflugvereinen.  

Insofern appelliert der DMFV an seine Mitgliedsvereine, einer gleichlautenden Verfügung der jeweils zuständigen Gesundheitsbehörde nachzukommen und den Modellflugbetrieb auf dem Vereinsgelände für die Dauer der Verfügung ruhen zu lassen. Bitte benachrichtigt hierzu eure Mitglieder und bringt am Eingang des Platzes sichtbar eine Informationstafel an, dass das Gelände bis auf Weiteres gesperrt ist. Eine dauerhafte Präsenz des Vorstandes am Vereinsgelände zur Sicherstellung der Stilllegung ist unverhältnismäßig.

Zwar ist der erlaubnisfreie Modellflug auf der „grünen Wiese“ zum jetzigen Zeitpunkt von diesem Verbot in den meisten Bundesländern noch nicht betroffen, dennoch bitten wir dringend darum, auch hierbei die allgemeinen Regeln des Robert-Koch-Institutes zur Vermeidung von Infektionen zu beachten.

Wir empfehlen unbedingt, gegebenenfalls den Kontakt zum zuständigen Gesundheitsamt eurer Gemeinde zu suchen. Wir bitten, im Zweifelsfall lieber auf Modellflug zu verzichten, als sich selber oder andere dem Risiko einer Ansteckung auszusetzen.